Montag, 13. September 2010

Off With Their Heads

Off With Their Heads / Deny Everything

04.09.10 Bla, Bonn

Punk in Bonn, das klingt so passend wie Köln und "guter Fußball". Aber manchmal geht das doch zusammen. Ich war bislnag einmal im Bla, vor sechs Jahren bei der letzten Deutschland-Tour von J Church und seitdem hat sich der kleine, sympathische Laden nicht verändert.
Den Auftakt machten Deny Everything aus Köln mit ihren kurzen Songs á la Shook Ones. Sie sind gerade auf Abschiedsreise, da sie sich Ende Oktober auflösen werden. Und so waren auch einige vor Ort, um noch einmal so richtig mit ihnen abzurocken. Gut wars.
Off With Their Heads spielten ihr einziges Deutschland-Konzert und waren die bisherigen Auftritte hierzulande eher spärlich besucht und das Publikum doch sehr zurückhaltend, so scheinen sie sich mit ihrem neuen Album In Desolation viele neue Freunde gemacht zu haben, denn von Beginn an tobte der Mob im engen Raum und gröhlte lauthals mit und das nicht nur bei den neuen Hits wie Trying To Breathe oder Clear The Air, sondern auch bei Klassikern wie Fuck This I'm Out, I Am You oder Die Today. Nach 45 Schweiß treibenden Minuten war dann Schluß und bewiesen, dass man eher ein geiles Punkkonzert in Bonn zu sehen kriegt als guten Fußball in Köln.
Ach ja, Ryan, mein Allroy Saves...-Shirt ist wirklich so alt, wie es aussieht.

Therapy?

Therapy? / Dioramic

12.08.10 Underground, Köln

Das dritte Mal in Folge spielten Therapy? im Underground. Die Vorband Dioramic hörte man auch draußen im Biergarten und das reichte vollkommen aus.
Der Auftritt in Köln wurde zwischen einige Festivalshows gequetscht, einige mit dem Motto "Special Troublegum Show", so dass auch hier massig alte Hits zu erwarten waren. Und so kam es denn auch. Hellbelly als Auftakt machte gleich richtig Laune und mit Epilepsy und FemtexPeanut-Song singen, spielten Gloria von Van Morrison an und zitierten auch Blue Oyster Cult's Don't Fear The Reaper. Außerdem hatten sie ihre legendären Punk Floyd-Shirts im Gepäck, ein Pflichtkauf nach dem Konzert. hatten die drei Nordiren sogar zwei Live-Raritäten (zumindest in den letzten Jahren) im Programm. Überhaupt zeigten sie sich äußerst gut gelaunt, ließen Diamond Dave, ihren Merchandise-Verkäufer einen seltsamen
Im November sind sie dann wieder in Köln, diesmal in der Essigfabrik und dann wird es tatsächlich eine Troublegum-Show, in der sie das Album dann komplett spielen werden.

Setlist:
Hellbelly
Opal Mantra
Stop It You’re Killing Me
Teethgrinder
Enjoy The Struggle
I Told You I Was Ill
Epilepsy
Stories
Lunacy Booth
Femtex
Exiles
Rust
Die Like A Motherfucker
Meat Abstract
Potato Junkie
Knives
Screamager
Crooked Timber
---------------------------------
Turn
Diane
Nowhere
Die Laughing

Phono Pop Festival

5. Phono Pop Festival

w/ Get Well Soon / Japandroids / Turbostaat / Trip Fontaine / Health / Urlaub In Polen

09.07.10 Opel-Gelände, Rüsselsheim

Ein nettes kleines Festival direkt am Rüsselsheimer Bahnhof im Innenhof des Opel-Werksgeländes:

Urlaub In Polen
Sie lieferten die Hintergrundmusik, als ich ankam und erst einmal das Gelände abcheckte. Der Innenhof lieferte an diesem heißen Sommertag geügend Schatten, die Getränke waren günstig und gut gekühlt, das Publikum überschaubar und die Musikgut, es konnte also nur ein netter Abend werden.

Health
Trotz Soundproblemen, die vor allem dem Sänger gehörig auf die Nerven zu gehen schienen, war es ein gelungener Auftritt, weil einfach die Musik überragend ist. Gespielt wurde fast das komplette Get Color-Album und zum Abschluss gabs die neue Single USA Boys.

Trip Fontaine
Auch sie wurden als Hintergrundmusik missbraucht beim Schlendern über das Gelände und einem kleinen Imbiss.

Turbostaat
Sie klingen wie eine Mischung aus Oma Hans und Muff Potter und bewegen sich inzwischen so souverän auch auf größeren Festivalbühnen, dass man sie getrost als legitime Erben von letzteren bezeichnen kann und das nicht nur wegen der Bühnendeko mit Stehlampe.

Japandroids
Für mich das Highlight des Abends, brachten sie das kleine, zu den Seiten hin offene Zelt, das als zweite (Mini-)Bühne fungierte, locker zum Kochen. Klingt das kanadische Duo auf Platte manchmal etwas zu schrammelig, rockten sie live wie Hölle mit unglaublichem Hitpotential.

Get Well Soon
Ich mag sie nicht und ihr pathetischer Cinemascope-Sound bestätigte meine Meinung, zu schnarchig-getragen das alles, aber der ideale Abschluss, um die S-Bahn Richtung Frankfurt nicht zu verpassen.



Health

Montag, 6. September 2010

Willkommen in meiner Welt

Ab jetzt findet ihr hier Berichte zu den Konzerten, die ich besucht habe.

Bislang standen die auf meiner Myspace-Seite, aber wer benutzt heute noch Myspace. Aber damit der Blog zu Beginn nicht so leer aussieht, habe ich meine alten Posts hierhin kopiert.

Viel Vergnügen.

Sonntag, 5. September 2010

Against Me! (Posted Date: 26 May 2010, 05:26)

Against Me! / Findus

25.05.10 Luxor, Köln

Eine deutsche Band mit guten deutschen Texten, musikalisch irgendwo zwischen Oma Hans und den Goldenen Zitronen, das klingt doch gut? Nun, Findus klingen zwar nicht wirklich schlecht, ernten sogar angemessenen Applaus, aber eigentlich wollen alle im proppevollen, seit Wochen ausverkauften Luxor nur Against Me! sehen, die kurz vor Veröffentlichung ihres neuen Albums White Crosses auf kurzer Tour durch für sie eigentlich viel zu kleine Clubs sind.
Nach einer 45minütigen Umbaupause, in der eigentlich nur ein frischer Aufguss fehlte, um die Sauna-Atmosphäre perfekt zu machen, legten Against Me! dann gleich mit I Was A Teenage Anarchist und New Wave los und gaben damit direkt den Rahmen für die folgenden 70 Minuten vor, in denen sie hauptsächlich Songs der letzten beiden Alben spielten, von vereinzelten älteren Stücken wie Miami mal abgesehen. Dabei gaben die fünf Musiker auf und die gut 450 verschwitzten Fans vor der Bühne richtig Gas und gingen richtig ab. Auf Ansagen wurde weitestgehend verzichtet, aber am regelmäßigen breiten Grinsen von Sänger Tom Gabel konnte man erkennen, dass ihnen der Auftritt zu gefallen schien.
Nach gut 40 Minuten schaltete die Band dann mal einen Gang zurück mit etwas langsameren Songs, ehe sie dann noch einmal zum Endspurt ansetzten u.a. mit White People For Peace.
Ein absolut gelungenes Konzert einer der zur Zeit sicherlich besten amerikanischen Punkbands, die man so bald in so kleinem Rahmen wohl nicht mehr zu sehen bekommt.