Donnerstag, 3. Februar 2011

Johnossi

Johnossi / Britta Persson

01.02.11 Zakk, Düsseldorf

John und Ossi sind nicht die Namen von IKEA-Artikeln, aber dennoch schwedische Exportschlager, denn als Johnossi spielten sie im ausverkauften Zakk.
Um kurz nach acht war der Laden schon proppevoll und Britta Persson hatte gerade ihr kurzes Set im Vorprogramm begonnen. Ihre Musik erinnerte an Bettie Serveert und manchmal auch an die Throwing Muses, war also nett, aber dennoch zu unspektakuär, als das sie nach einmaligem Hören einen bleibenden Eindruck hinterließ.
Nach einer Umbaupause von fast 45 Minuten und einem zu langem Intro legten dann Johnossi mit Mavericks und Dead End vom letztjährigen Album Mavericks los. Und sogleich merkte man, das sie mit den größeren Hallen scheinbar noch nicht so zurechtkommen. Denn wie gewohnt wollte Sänger und Gitarrist John den Kontakt zum Publikum suchen, doch hinderte ihn der Graben zwischen den Absperrgittern und der Bühne am früher üblichen Bad in der Menge. Nach einem kurzen, wackeligen Ausflug auf die Gitter ließ er es dann auch bleiben. Das Publikum sang und klatschte zwar begeistert miz, vor allem bei den Gassenhauern wie Party With My Pain und Execution Song, aber dennoch wollte bei mir der Funke nicht so recht überspringen, auch wenn es musikalisch nichts auszusetzen gab, denn für ein Duo zauberten die beiden einen unglaublich fetten Sound aus den Boxen, was vor allem am guten Schlagzeugspiel Ossis lag.
Nach einer knappen Stunde beendete 18 Karat Gold das reguläre Set, doch kamen die beiden noch einmal für drei Songs zurück, bevor dann nach Roscoe endgültig Schluss war.
Zwar merkte man der Band an, welche Energie und welches Potenzial in ihr steckt, doch leider konnten sie es an diesem Abend nicht so recht rüberbringen, so dass es nur ein für mich durchschnittliches Konzert war.

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