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Montag, 28. Januar 2013

Instrument

Instrument / Wisconsin From Above

18.01.13 Druckluft, Oberhausen

Instrument aus München sind eine Band, die sich meine Zuneigung hart erarbeitet hat. Durch ihre zwei Tourneen mit The Unwinding Hours habe ich sie zwangsläufig öfter gesehen. Und was bei Boy Android letztes Jahr nicht geklappt hat, funktionierte bei Instrument hingegen. Der erste richtig intensiv gehörte Auftritt in Dresden und sie hatten mich am Haken.

Decke im Druckluft
Und genau dieser Haken baumelte diesmal von der Decke im Druckluft und drehte sich im Licht, so dass er wie ein tanzendes Seepferd wirkte. Zunächst gehörte die Bühne jedoch der Band Wisconsin From Above aus Duisburg/Mülheim, die instrumental begannen und dabei sehr vielversprechend klangen mit ihrem geradezu altmodischen Sound der frühen Neunziger. vor allem Seam kamen mir dabei in den Sinn. Auch der Gesang bei den nächsten Stücken konnte diesen angenehmen Eindruck nicht verwischen, erst ein funkiges Stück vermasselte den guten Eindruck etwas.

Wisconsin From Above

In ein weiteres Fettnäpfchen tapste der Sänger, als er sich bei Instrument für seine Chelsea-Mütze entschuldigte. Doch München hat ja noch mehr als die Bayern zu bieten und vor allem Sänger/Gitarrist Markus Schäfer ist bekennender Sechz'ger.

Instrument
Mit ihrem zweiten Album Olympus Mons haben Instrument einen gehörigen schritt nach vorn gemacht und den Postrock-Kontext aufgebrochen und den Kosmos des feinen Indierock-Songs um poppige Stücke á la frühe The Notwist bereichert.
Einer dieser kleinen Hits ist Regular und damit eröffneten sie auch gleich ihr Set.


Im folgenden wurde Olympus Mons fast komplett gespielt und mit dem an diesem Abend ganz besonders gro0artigen Slow Motion Emotion und Handshake noch zwei Stücke vom ersten Album. Die neue Vielfalt an Instrument wirkte sich auch positiv auf den Live-Eindruck aus, denn durch die poppigen Stücke wie Doing Nothing Is Art ließen sich viel bessere Spannungsbögen im Set aufbauen.
Und natürlich haben die vier Münchner den alten Klängen nicht abgeschworen, vor allem Sunday Best würde problemlos auch auf ein Mogwai-Album passen und bestimmt nicht nur als Füller.

Setlist Instrument

So war es kein Wunder, dass die nur knapp 20 Zuschauer eine Zugabe forderten und die auch bekamen. Bereits zu ihrer Tour im letzten Jahr hatten Instrument via Facebook zu einer Abstimmung gebeten, welche Cover-Version sie denn live spielen sollten. Entschieden haben sich die Fans für Dazed And Confused von Led Zeppelin, dass an diesem Abend dann als Zugabe gebracht wurde.
Nach knapp 80 Minuten wurde somit ein mehr als gelungener Auftakt ins Konzertjahr 2013 beendet.


Setlist:
Regular
Picks & Chips
First tooth Dead
Darkness
Slow Motion Emotion
Centennial Light
Olympus Mons
Doing Nothing Is Art
Handshake
Sunday Best
-------------------------
Maximum
Dazed And Confused

Samstag, 30. Oktober 2010

The Unwinding Hours - Herbsttour, Teil 7

Westend Indoor 2010

w/ Shout Out Louds / The Unwinding Hours / Instrument / Beat! Beat! Beat!

29.10.10 FZW, Dortmund

Nachdem VISIONS 2003 mal das Westend Festival im Dortmunder Revierpark Wischlingen veranstaltet hatte (damals übrigens mit Aereogramme im Line Up), ließen sie dieses Wochenende das Festival an drei Abenden im FZW wieder aufleben.
Als erstes spielten Beat! Beat! Beat! und wurden zu Recht für ihren langweiligen Indiedancepopirgendwas ignoriert.
Bei Instrument, die für die verhinderten Hot Hot Heat eingesprungen waren, konnte man dann schon ahnen, was einem später blühen würde: die meisten Leute waren nicht zum Zuhören da, sondern nutzten die Bands als Hintergrundmusik für ihre Gespräche.
The Unwinding Hours spielten ein verkürztes Set und ließen Traces und den "Zugabenteil" aus. Eine gute Wahl, denn gerade bei den ruhigen Stücken wie There Are Worse Things Than Being Alone war der Geräuschpegel geradezu unerträglich hoch. Hey Kiddies, man kann seine Schulprobleme auch an der Theke oder im Vorraum besprechen und muss das nicht in der zweiten Reihe vor der Bühne während des Auftritts einer Band tun. Dementsprechend wirkten die Schotten auch leicht angepisst und beendeten mit der wohl aggressivsten Version von The Final Hour auf dieser Tour ihr kurzes Set. Ach ja, Sound und vor allem Licht waren natürlich in der großen Halle sehr gut und auch die Kameras vom WDR filmten den Abend für den Rockpalast mit, so dass man demnächst The Unwinding Hours mal im Fernsehen erleben darf.
Shout Out Louds brachten dann als Headliner die Teenieherzen zum Schmelzen, aber da hatte ich schon keinen Bock mehr auf ihre ja eigentlich ganz nette Musik.
In 's-Hertrogenbosch wird dann im bestimmt intimen Kreis gemütlich die Tour beendet.

Setlist:
Knut
Tightrope
New
There Are Worse Things Than Being Alone
Peaceful Liquid Shell
Child
Annie Jane
The Final Hour

Freitag, 29. Oktober 2010

The Unwinding Hours - Herbsttour, Teil 6

The Unwinding Hours / Instrument

28.10.10 Hafen 2, Offenbach

Nach dem Stuttgart-Konzert fuhr ich nachts noch nach Neu-Isenburg zu meiner Freundin und erholte mich den ganzen Tag im Bett, während sie arbeiten musste. Abends ging es dann ins benachbarte Offenbach zum Konzert. Heute waren zusätzlich noch Natureboy am Start, die jedoch direkt aus Italien anreisten und daher erst so spät ankamen, dass doch zunächst Instrument und The Unwinding Hours auftraten.
Beide spielten zwar souverän, aber man merkte ihnen doch ein wenig die Müdigkeit von der langen Nacht zuvor an, als sie in Stuttgart noch bis um fünf gefeiert haben sollen.
Durch die Verspätung von Natureboy ließ Craig diesmal Burning River ausfallen, damit die Amerikaner nicht noch später auf die Bühne gehen mussten, da es schon nach halb zwölf war.
Ich schenkte mir daher auch deren Auftritt und fuhr zurück ins warme Bettchen, bevor nun der bislang größte Auftritt in Dortmund beim Westend Indoor Festival und der Tourabschluss in 's-Hertogenbosch anstehen.

The Unwinding Hours - Herbsttour, Teil 5

The Unwinding Hours / Instrument

27.10.10 Schocken, Stuttgart

Nach viereinhalb Stunden Zugfahrt in Stuttgart angekommen, erwarteten mich zwar mehr Polizisten als üblich an einem deutschen Bahnhof, aber da zum Glück ausnahmsweise mal keine Demo gegen das Stuttgart21-Projekt stattfand, konnte man unbehelligt und problemlos durch die Fußgängerzone zum Club Schocken schlendern.
Der kleine Laden war sehr gut gefüllt und so spielten Instrument dann ihr bislang bestes Konzert der Tour, unglaublich druckvoll und mit sichtlich viel Vergnügen.

Und auch The Unwinding Hours zeigten sich danach in ebenso glänzender Tagesform und legten ebenfalls das bisherige Tourhighlight hin. Als ob der parallel zum Konzert stattfindende Sieg von Borussia Mönchengladbach im Elfmeterschießen gegen Leverkusen (mein erstes verpasstes Heimspiel seit Jahren) nicht schon genug Anlass zur zusätzlichen Freude bot, gab es im Set auch noch ein besonderes Schmankerl. In Bielefeld hatte mich Craig gefragt, welchen Song ich denn unbedingt mal hören wolle und ich hatte ihm The Ocean Red genannt. Und prompt spielte er dieses Lied auch im Akustikteil nach Burning River, wofür ich ihm gar nicht genug danken kann.

Mittwoch, 27. Oktober 2010

The Unwinding Hours - Herbsttour, Teil 4

The Unwinding Hours / Instrument

26.10.10 Forum, Bielefeld

Bielefeld hat ja den Ruf, so verschlafen zu sein, dass manche sogar die Existenz dieses Ortes leugnen. Auch heute tat die Stadt nichts, dieses Klischee zu widerlegen.
Gegen 20:10 kam ich am Forum an und fragte mich, ob das Konzert überhaupt stattfände, denn der Club war stockduster und außer mir lungerte auch niemand vor der Tür herum, doch pünktlich um halb neun erhellten die Scheinwerfer plötzlich den Schottervorplatz und die Tore öffneten sich.
Instrument begannen dann um 21:15 gewohnt schüchtern und wieder haute mich Sad Rider mit seinen Tortoise-haften Elektroniksprengseln um.
Craigs Stimme war wieder die alte und The Unwinding Hours spielten ihr gewohntes Set. Nur bei der Zugabe (ja, diesmal machten sie doch nach The Final Hour eine kurze Kunstpause) gab es eine kleine Änderung, denn Craig spielte zuerst Burning River, da Keyboarder Brendan noch nicht so weit war, um ihn bei Solstice zu unterstützen. Der Sound war nach Glasgow der bislang beste auf der Tour, so dass vor allem Iains Gitarre dann die heutige Version von The Art Of Belief zum Höhepunkt des Abends machte.
Danach ging es schnell um die Ecke zum Bahnhof, um den letzten Zug nach Hause zu erwischen und so ungewohnte zwei Nächte in Folge im eigenen Bett zu verbringen, bevor dann die Reise nach Stuttgart führt.

Dienstag, 26. Oktober 2010

The Unwinding Hours - Herbsttour, Teil 3

The Unwinding Hours / Instrument

25.10.10 Lagerhaus, Bremen

Eine ruhige Zugfahrt von Utrecht nach Bremen und ein entspannter Nachmittag am Weserufer und abends dann das Konzert im sehr schönen Lagerhaus, die Reise ging weiter.
Dabei entpuppte sich der Norddeutsche an sich als durchaus angenehm merkwürdiges Wesen. Vor dem Eingang zum Lagerhaus fragte mich jemand "Are You Iain Cook?", was ich mal als wenig schmeichelhaft für den doch viel jüngeren Gitarristen bewerte. Und als ich am Einlass sagte, ich stünde auf der Gästeliste der Unwinding Hours, antwortete mir der nette Mensch "Och, die haben wir noch gar nicht, aber ich glaube dir" und ließ mich einfach so rein (nein, das soll kein Tipp für zukünftige Konzerte dort sein, um sich ein Ticket zu erschleichen).
Instrument aus München und Augsburg waren auch wieder am start, um wie schon im April für die Deutschland-Termine den Opener zu machen. Dabei überzeugte vor allem Sad Rider, den es leider exklusiv nur auf der Vinylausgabe ihres Albums zu hören gibt.
The Unwinding Hours kehrten diesmal zum bewährten Ablauf zurück und packten den Akustikteil zwischen die Kracher The Final Hour und The Art Of Belief. Und obwohl Craigs Stimme angeschlagen wirkte, ließ er es sich dennoch nicht nehmen und spielte nach Solstice noch Burning River solo. Ach ja, außerdem verriet Craig noch, dass Annie Jane eigentlich anders heißen sollte, bis ihn Bassist Graeme darauf aufmerksam machte, dass es bereits ein Lied von Chris De Burgh gleichen Namens gäbe.
Schönen Dank, dass ich nun einen Ohrwurm namens Ship To Shore habe.

Setlist:
Knut
Tightrope
New
There Are Worse Things Than Being Alone
Traces
Peaceful Liquid Shell
Child
Annie Jane
The Final Hour
Solstice
Burning River
The Art Of Belief

Sonntag, 5. September 2010

The Unwinding Hours - Tourtagebuch, Teil 5 (Posted Date: 19 Apr 2010, 00:13)

The Unwinding Hours / Instrument

15.04.10 Beatpol, Dresden

Von Wien gibt es bequemerweise eine Direktverbindung nach Dresden, allerdings dauert die Zugfahrt geschlagene acht Stunden, von denen ein Großteil durch die tschechische Einöde führt (vom Zwischenhalt in Prag mal abgesehen), aber wenigstens kam ich so dazu, mal etwas zu lesen und schleppte den schweren Wälzer von Frank Schätzing nicht umsonst mit mir mit. Nach dem lausigen Schauerwetter in Österreich schien in Sachsen wieder die Sonne und gut gelaunt, wenn auch etwas steif von der Fahrt erreichte ich das Beatpol, dass in einer unscheinbaren gutbürgerlichen Wohngegend in Dresden liegt. Der Laden war früher ein Ballhaus und die Stuckdecke erinnert immer noch daran, so dass man heute mal zu Recht das Wort Konzertsaal in den Mund nehmen durfte. Beeindruckend auch die ganzen alten Konzertplakate an den Wänden, die belegen, dass hier bereits die Créme de la Créme der Indiemucke zu Gast war.
Da der Saal recht groß war, war der Sound leider nicht so gut wie bei den anderen Auftritten, dennoch konnte man feststellen, dass im Laufe der Tour vor allem Knut zum Ende hin immer bombastischer wurde und auch Schlagzeuger Johnny Scott bei There Are Worse Things Than Being Alone immer wilder auf seine Felle eindrosch.
Es war der letzte gemeinsame Auftritt mit Instrument und so tauschten beide Bands noch wild T-Shirts und CDs aus, bevor die Münchner sich auf den langen Heimweg machten.

The Unwinding Hours - Tourtagebuch, Teil 4 (Posted Date: 18 Apr 2010, 23:43)

The Unwinding Hours / Instrument

14.04.10 WUK, Wien

Gut ausgeschlafen ging es am Tag nach dem Münchner Konzert mit der Bahn ins verregnete Wien. Erste kulturelle Lektion des Tages: Plus-Supermärkte heißen dort Zielpunkt, unterscheiden sich aber ansonsten nicht von den hiesigen Läden. Das WUK ist ein großes Kulturzentrum in der Nähe der Volksoper, das einen wunderschönen Altbaublock belegt. Doch Soundmann Johnny hatte keinen Sinn für die architektonische Schönheit und beim Betreten des Konzertraums verstand ich auch den Grund. Der Auftritt fand im sogenannnten Foyer statt und dies war auch tatsächlich nur der Vorraum für den großen Konzertraum. Eine winzige Bühne war provisorisch neben der Theke aufgebaut und bot nicht genügend Platz für alle, so dass Brendans Keyboard neben der Bühne platziert werden musste. Aber als positiver Effekt war das Foyer bereits bei Instrument sehr gut gefüllt und auch soäter bei The Unwinding Hours sorgte diese Enge für eine ähnlich gute Atmosphäre wie in Köln. Wie jeden Abend wies Craig vor Knut darauf hin, dass sie ja nur ein Album voll Songs zu spielen hätten und erklärte heute noch zusätzlich, dass sie dennoch keine Guns'n'Roses-Songs spielen würden, woraufhin Iain mal schnell das Intro zu Sweet Child Of Mine anspielte und die Lacher auf seiner Seite hatte. Da die Band bei der Fahrt nach Wien im Stau gesteckt hatte und erst recht spät ankam, verzichtete Craig auf den Einsatz seiner akustischen Gitarre und griff bei Solstice und Let You Down zur elektrischen, was vor allem letzterem sehr gut stand.
Wien war auf jeden Fall eine Reise wert und einer der Höhepunkte der Tour.

The Unwinding Hours - Tourtagebuch, Teil 3 (Posted Date: 18 Apr 2010, 23:24)

The Unwinding Hours / Instrument

13.04.10 Backstage, München

Die siebenstündige Zugfahrt von Berlin nach München habe ich größtenteils schlafend verbracht. Nach dem Einchecken im Hotel dann raus zum Backstage. Irgendwass hatte sich gegenüber meinem letzten Besuch dort vor drei Jahren verändert, doch erst Tage später konnte mir Iain sagen, was es war. Das Backstage befand sich vorher fast an gleicher Stelle, nur auf der anderen Straßenseite und wurde mal eben komplett verlegt, was bei der Containerbauweise auch kein allzu großes Problem gewesen sein dürfte.
Instrument haben heute Heimspiel und dementsprechend einige Fans am Start und daher wurde es auch nach eigenem Bekunden ihr bester Auftritt der Tour. Und schon da wurde die unglaubliche Lautstärke der Anlage deutlich, die den Container regelrecht zum Vibrieren brachte.
Auch bei The Unwinding Hours wummste es dann entsprechend, aber zum Glück war es nicht nur laut, sondern einfach ein exzellenter Sound, der auch bei den ruhigen Passagen überzeugte und auch Craigs Stimme nicht im Gitarrenlärm untergehen ließ. Zudem sorgte die Lichtanlage für immer neue Effekte, so dass optisch und akustisch dies das beste Konzert der Tour war.
Eine kleine Randnotiz noch: die Münchner Polizei hat es eindrucksvoll verstanden, den Ruf von Bayern als Polizeistaat zu zementieren. Eine halbe Stunde vor Einlass tummelte sich erst eine Handvoll Leute vor dem noch geschlossenen Backstage, als ein Streifenwagen heranfuhr und anhielt. Die Beifahrerin erkundigte sich in recht barschem Tonfalll, was man denn hier so mache und gab sich erst zufrieden, als jemand mit Verweis auf das Programmplakat auf das Konzert hinwies. Ob die Beamten auch Leute an Bushaltestellen fragen, was sie denn dort rumzustehen hätten?

The Unwinding Hours - Tourtagebuch, Teil 2 (Posted Date: 18 Apr 2010, 22:59)

The Unwinding Hours / Instrument

12.04.10 Lido, Berlin

Zwei Wochen lang reisten the Unwinding Hours auf ihrer ersten Tour durch Deutschland, die Schweiz und Österreich. Mangels Urlaub konnte ich von der ersten Woche nur das Kölner Konzert besuchen, doch nun hatte ich eine Woche frei und lebte meine Reiselust aus.
Erste Station war das Berliner Lido. Dieses Mal hörte ich auch genauer bei Instrument hin, die dem Publikum Stücke ihrer im Mai erscheinenden ersten CD vortrugen. Die epischen, teils instrumentalen Songs kann man als Postrock bezeichnen, muss man aber nicht, ihre Vergangenheit als Cosmic Casino hört man ihnen aber nicht mehr an.
Kleinere technische Probleme verzögerten etwas den Auftritt von The Unwinding Hours, doch gegen halb elf gings wie gewohnt mit The Final Hour los. Für einen Montagabend war das Lido zwar gut gefüllt, doch zeigte sich das Berliner Publikum ungewöhnlich zurückhaltend und auch Gitarrist Iain Cook wirkte etwas müde und nicht ganz so brilliant wie sonst. dagegen überraschte Bassist Graeme Smillie mit fast fehlerfreiem Deutsch am Merchandise-Stand.

Setlist (blieb so für den Rest der Tour):
The Final Hour
Tightrope
Peaceful Liquid Shell
Little One
Traces
There Are Worse Things Than Being Alone
Child
Annie Jane
Knut
--------------------------------------------------
Solstice
Let You Down
The Art Of Belief

The Unwinding Hours - Toutagebuch, Teil 1 (Posted Date: 18 Apr 2010, 21:59)

The Unwinding Hours / Instrument

06.04.10 Die Werkstatt, Köln

Es ist soweit. Nach drei vereinzelten Konzerten in Glasgow begaben sich The Unwinding Hours auf ihre erste richtige Tour und die startete in Köln.
Als Gast bei fast allen Auftritten fungierten hierbei Instrument aus München. An diesem Abend sollte ich sie noch fast völlig ignorieren, eine Fehleinschätzung, wie ich bei den folgenden Konzerten noch feststellen musste. Aber es sei mir hoffentlich verziehen.
Gegen 22 Uhr war die Werkstatt fast bis auf den letzten Platz gefüllt, die Luft geradezu sommerlich stickig. Als Opener zeigte The Final Hour gleich, was einen den Abend erwartete, eine atemberaubende Mischung aus zerbrechlicher Stile und zerstörerischem Gitarrenlärm. Mit Tightrope und Peaceful Liquid Shell ging es laut weiter, bevor dann wie vor einem Monat die leiseren Stücke des Albums folgten. Und wie auch das Glasgower Publikum hörten die Kölner gebannt und mit gebührender Schweigsamkeit zu, um erst nach dem letzten Ton in frenetischen Applaus auszubrechen. Erneut beendete Knut das reguläre Set. Nach Solstice als erster Zugabe spielte Craig erstmals einen neuen Song, Let You Down, der auch auf der Tour-CD zu finden ist, eine liebgewonnene Tradition aus Aereogramme-Zeiten, die Gott sei Dank fortgeführt wird.
Danach teilte Craig mit, dass er gerne einen alten Aereogramme-Song spielen wolle und bat um Vorschläge. Nach längerem Rumgegniedel und einigen Fehlstarts spielte er schließlich Descending, bevor die komplette Band die noch einmal auf die Bühne kam und für eine weitere Überraschung sorgte, indem sie ein Cover spielten und zwar Restless Heart von John Parr (das Stück hatten sie auch bei einer Radiosession für die Vic Galloway-Show in Schottland eingespielt). Als Rausschmeißer, bzw. Finale furioso brachte dann The Art Of Belief die Werkstatt zum Erbeben.
Einen besseren Touneeauftakt hätte man sich kaum wünschen können.

Setlist:
The Final Hour
Tightrope
Peaceful Liquid Shell
Little One
Traces
There Are Worse Things Than Being Alone
Child
Annie Jane
Knut
--------------------------------------------------
Solstice
Let You Down
Descending
Restless Heart
The Art Of Belief