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Sonntag, 5. September 2010

Manchester Orchestra (Posted Date: 06 Dec 2009, 21:37)

Manchester Orchestra / Dear Lament

15.11.09 Gebäude 9, Köln

Ich behaupte mal großspurig, Manchester Orchestra werden die neuen Trail Of Dead. Und das liegt nicht nur an dem Einsatz von zwei Schlagzeugen. Bei Songs wie Shake It Out oder I've Got Friends klingen sie einfach so gewaltig, dass sich für mich automatisch der Vergleich zu den Texanern aufdrängt. Doch darüber hinaus haben sie auch eine ruhige, zerbrechliche Seite, die sich vor allem dann zeigt, wenn Sänger Andy Hull solo aus The Only One einen melancholie Ballade macht oder gar mit Sleeper 1972, einem Lied über seinen verstorbenen Vater, als letzter Zugabe die Leute in die Nacht entlässt. War der Auftritt in London einige Tage zuvor stürmisch, weil in der Kürze der Zeit nur Bombast geboten wurde, machten ihn diese ruhigen Momente in Köln noch unwiderstehlicher.
Ich behaupte noch großspuriger, Manchester Orchestra sind die besseren Trail Of Dead.

Biffy Clyro (Posted Date: 06 Dec 2009, 21:08)

Biffy Clyro / Manchester Orchestra / Pulled Apart By Horses

12.11.09 o2 Academy Brixton, London

Während Biffy Clyro hierzulande zwar auch schon in ausverkauften Häusern spielen, sind diese doch noch recht klein im Vergleich zu den Konzerthallen in England. In London füllten sie die ehrwürdige Brixton Academy bis auf den letzten Platz, ohne Zweifel eines der schönsten Venues überhaupt.
Zunächst tobten jedoch die Hosenscheisser von Pulled Apart By Horses über die Bühne wie ausgelassene Junggäule und lärmten dabei zum Teil arg unstrukturiert rum. Die nächste halbe Stunde gehörte dem wunderbaren Manchester Orchestra, die mich mit großer Vorfreude auf den Auftritt in Köln füllten.
Da Biffy Clyros neues Album Only Revolutions mich bis dahin noch nicht so recht fesseln konnte, war ich gespannt, wie die neuen Songs live wirken würden.  Gerade live merkte man, dass das neue Album die Richtung des Vorgängers Puzzle konsequent weiter verfolgt und dabei dennoch sehr druckvoll klingt. Außerdem wurde man von der unglaublichen Atmosphäre im alten theater mitgerissen. Optisch gab es eine tolle Lightshow und stimmlich war London auch voll der Höhe und sang geradezu Gänsehaut erzeugend mit. Insbesondere Machines mit seinem Wechselgesang im Refrain klang einfach atemberaubend.
Nach 100 Minuten war dann Schluss und ich freue mich jetzt schon auf Mai 2010, wenn ich wieder in der Academy bin, dann bei Pavement.

Setlist:
That Golden Rule
Living Is A Problem Because Everything Dies
A Whole Child Ago
Bubbles
Who's Got A Match?
9/15ths
57
Born On A Horse
Get Fucked Stud
Machines
Now I'm Everyone
Cloud Of Stink
Justboy
Love Has A Diameter
There's No Such Thing As A Jaggy Snake
God And Satan
Glitter And Trauma
Liberate The Illiterate
Saturday Superhouse
The Captain
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Joy Discovery Invention
Semi-Mental
Many Of Horror
Mountains