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Montag, 1. November 2010

Samiam

Westend Indoor 2010

w/ Alexisonfire / Samiam / The Casting Out / Escapado

31.10.10 FZW, Dortmund

Wie Aereogramme / The Unwinding Hours hatten auch Samiam schon 2003 bei der Geburt das Westend Festival in Dortmund auf der Bühne gestanden und spannten so quasi erneut den Bogen zwischen damals und heute.
Escapado hatten in dem Jahr gerade ihre erste Single veröffentlicht. Da Screamo nicht so mein Ding ist, missbrauchte ich sie kaltschnäuzig als Hintergrundmusik für nettes Geplauder beim Bierchen im Foyer.
Danach präsentierten sich The Casting Out auf ihrer Abschiedstour gutgelaunt und Nathan Gray als Flummi auf der großen Bühne. Wie schon im Mai in Wiesbaden aber konnten sie nicht 100%ig überzeugen, da ihre Songs dafür einfach nicht abwechslungsreich genug sind. Boysetsfire-Stücke wurden natürlich nicht gespielt, dafür gibts ja schließlich bald die Reunion.
Samiam sind mal wieder in Europa auf großer Tournee, allerdings ohne neues Album, sondern mit einer Sammlung von Live-Aufnahmen und Raritäten im Gepäck. aber im Interview mit den geschätzten Kollegen von Getaddicted verrieten sie, dass eine CD in Planung sei. Also boten sie wie schon auf den letzten Touren einen Querschnitt ihrer Hits vor allem aus den späteren Jahren und auch optisch ist Gitarrist Sean seinem schaurig-schönen Porno-Schnäuzer treu geblieben.
Der Auftritt steigerte sich zum Ende hin immer mehr, als endlich die Kracher von Clumsy und You Are Freaking Me Out gespielt wurden und auch wenn heimliche Hoffnungen auf ganz alte Lieblinge wie Sky Flying By oder Home Sweet Home nicht erfüllt wurden, gab es mit Clean endlich mal wieder was von Soar zu hören. Dabei wirkte die Band im sehr gut besuchten FZW deutlich spielfreudiger als zuletzt auf ihrer Tour 2007, so dass mein 15. Samiam-Konzert bei weitem nicht das schlechteste war.
Alexisonfire in ihren freakigen Halloween-Outfits schaute ich mir dann noch 20 Minuten an, aber auch sie sind nicht so mein Ding, so dass ich nach dem achten Konzertabend in Folge und dem ersten Arbeitstag nach einer Woche Urlaub vor der Brust es vorzog, mich frühzeitig auf den Heimweg zu machen.

Setlist Samiam:
Sunshine
Get It Right
Wisconsin
Super Brava
Mud Hill
Mexico
Dull
Take Care
Stepson
Factory
When We're Together
She Found You
Capsized
Clean
Full On

Sonntag, 5. September 2010

The Casting Out / Dear Landlord (Posted Date: 25 May 2010, 00:11)

The Casting Out / Dear Landlord

23.05.10 Schlachthof, Wiesbaden

Zur Zeit gibt es unglaublich viele, gute amerikanische Punkbands im Stile von Dillinger 4 wie zum Beispiel Banner Pilot oder Off With Their Heads oder eben auch Dear Landlord. Doch schafft ihre Musik es in der Regel nicht in eine Daily Soap wie GZSZ. Dies gelang letztes Jahr The Casting Out, der Nachfolgeband zu Boysetsfire und eben bei diesen im Vorprogramm in Wiesbaden spielten nun Dear Landlord, doch das befürchtete H&M-Emokiddie-Publikum blieb aus.
Überhaupt blieben dank des herrlichen Pfingstwetters die Leute, die mit dem harten Punkrock der Landlords nichts anfangen konnten, einfach draußen im Biergarten sitzen, so dass man in dem doch sehr kleinen Club des Schlachthof bequem die gut 35 Minuten abrocken konnte, in denen Dear Landlord fast komplett ihr Album Dream Homes spielten. Neben Krachern wie I Live In Hell oder Heartbroken Handshakes brachten sie auch noch ein Cover von Books About Miles Davis von The Ergs unter und hatten sichtlich Spaß an ihrem Auftritt.
The Casting Out sorgten dann für einen vollen Club und hatten ein brandneues Album im Gepäck, das Sänger Nathan ständig jedem ans Herz legte und aus dem sie auch entsprechend viele Stücke spielten. doch die meiste Stimmung kam natürlich bei Songs wie Quixote's Last Ride oder These Alterations auf. Nach einer Zugabe und knapp einer Stunde Spielzeit war Schluss, da laut Nathan der neue Bassist nicht mehr Songs spielen könne und so wartete man insbesondere auf den einen oder anderen Boysetsfire-Hit vergeblich.
Aber daran lags nicht, dass für mich Dear Landlord der Gewinner des Abends waren, ich stehe einfach zur Zeit mehr auf diesen wuchtigen Punkrock als auf die manchmal doch sehr stereotypen Emosongs von The Casting Out.