Montag, 12. Mai 2014

Listener

Listener / North Alone

28.04.14 FZW, Dortmund

Fast genau auf den Tag vor acht Monaten hatten Listener bereits einmal im FZW gespielt, so dass es schon überraschend war, dass sie für die zweite Europa-Tour zu ihrem Album Time Is A Machine erneut im Dortmunder Club spielten.

Listener

Den Auftakt des Abends bestritt North Alone, eine Gitarre und dazu eine raue Stimme, vor gerade mal vier Handvoll Zuschauern. Das war dann auch die Art von Emo-Country-Folk, für die ich Chuck Ragan schon nicht mag, dazu gesellten sich furchtbare, Klischee behaftete Ansagen ("Was machen Frauen, wenn sie verlassen wurden? Heulen. Und was machen Männer, wenn sie verlassen wurden? Richtig, saufen."), so dass ich mich ziemlich langweilte. Da konnte auch das tigeryouth-Cover nichts rausreißen, zeigte es doch, dass es auch Männer mit einer akustischen Klampfe gibt, die toll klingen können, selbst wenn ihre Songs nicht gut gecovert werden.

Listener

Gott sei Dank kamen dann Listener und der Club des FZW war zum Glück etwas besser gefüllt, wenn auch weniger Leute kamen als noch im August letzten Jahres. Und es galt erneut, was ich bereits damals zu ihrem Auftritt geschrieben habe. Im Prinzip war es der qualitativ die gleiche Show, nur mit anderer Setlist. Listener sind mittlerweile live eine Rockband, die es dennoch immer wieder schaffen, die früheren Gänsehaut-Momente zu erzeugen. Während sie erneut Death By Shotgun, trotz mehrfacher Wünsche aus dem Publikum, nicht spielten, stand Wooden Heart diesmal auf dem Programm, die ersten Zeilen ganz allein von Dan Smith vorgetragen, so dass mir prompt ein Schauer den Rücken runter lief und sie mich an diesem Abend wieder gepackt hatten. Sie hatten wieder Spaß daran, kleine Zitate zwischen ihre eigenen Stücke zu mogeln, so wurde u. a. War Pigs angespielt und der Schlagzeuger wemste wieder wie ein Berserker auf sein Instrument ein, so dass es erneut auseinander fiel. Eine Zugabe, das wunderbare Falling In Love With Glaciers, und dann war nach etwas mehr als einer Stunde Schluss.


Auf Grund der etwas besser durchgemischten Setlist und wegen Wooden Heart gefiel mir dieses Konzert sogar noch besser als der Auftritt letztes Jahr, aber schlechte Shows kann ich mir von Listener eh nicht vorstellen.

Kommentare:

  1. Demnächst besser zuhören bevor man etwas öffentlich zerreisst. Die Antworten auf die Fragen waren: Frauen gehen zum Frisör, Männer lassen sich einen Bart wachsen. Man kann Musik immer auch nicht gut finden, eben auch als einer der wenigen einen großartigen Musiker wie Chuck Ragan, aber das ganze dann auf falsche Aussagen stützen ist ziemlich daneben!

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    1. Sorry, stimmt, das Heulen und Saufen kam aus dem Publikum, der tatsächliche Text macht die Sache leider für mich nicht besser, wenn man ein Klischee durch das andere ersetzt. Von daher entkräftet mein Fehler nicht meine zugegeben subjektive Meinung.

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